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Rostock, 22. Januar 2010

Ein Fünftel weniger Umschlag 2009

Logo: Hafen-EntwicklungsgesellschaftInsgesamt wurden über die verschiedenen Hafenanlagen in Rostock im Jahr 2009 23 Millionen Tonnen Güter (brutto) umgeschlagen, 5,6 Millionen Tonnen bzw. 20 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Im Seehafen Rostock gingen 21,5 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Weitere 1,5 Millionen Tonnen wurden im Fracht- und Fischereihafen, Chemiehafen und anderen Hafenanlagen umgeschlagen.weiterDie sieben Rostocker Häfen



Seehafen Rostock
Bilder: Rostocker Seehafen
Rostock - Seehafen
Mit 21,5 Millionen Tonnen (brutto) umgeschlagener Güter im vergangenen Jahr verzeichneten die Unternehmen des Rostocker Seehafens einen Rückgang von einem Fünftel im Vergleich zu 2008. „Betrachtet man das Umschlaggeschehen der letzten zwölf Monate, kann man festhalten: Das Jahr 2009 fing schlecht an und dieses Niveau konnte trotz vielfältiger Anstrengungen der Hafenunternehmen nicht verbessert werden“, sagt Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH. Bei allen Hauptgutarten des Universalhafens sanken die Jahresergebnisse, wenn auch unterschiedlich stark.

Der Umschlag von Flüssiggütern ging um 14 Prozent auf 4 Millionen Tonnen zurück. Bei Schüttgütern wurde ein Jahresergebnis von 5,4 Millionen Tonnen erreicht, was einem Minus von 9 Prozent im Vergleich zu 2008 entspricht. Ein Umschlagrückgang von 35 Prozent gab es bei den Stückgütern: 411.000 Tonnen standen Ende 2009 zu Buche.

Starke Verluste wurden auch bei der rollenden Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, registriert. Insgesamt sank die Menge von 16 Millionen Tonnen im Jahr 2008 auf 11,8 Millionen Tonnen (- 26 Prozent). Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Seehafens Rostock nahm damit auch ab und betrug im vergangenen Jahr 55 Prozent.

Die Anzahl der beförderten Fährpassagiere auf den Linien nach Dänemark, Schweden, Finnland und Lettland nahm insgesamt um knapp 300.000 auf 2,1 Millionen Reisende ab. Alle Relationen mussten Rückgänge in Kauf nehmen.

8165 Fähr-, RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe wurden 2009 im Seehafen Rostock abgefertigt, darunter 5340 Fährschiffe. Eine Seite Zurück

Rollender Güterverkehr mit Einbußen
Rollten im Jahr 2008 noch 13,7 Millionen Tonnen Fährgüter und 2,3 Millionen Tonnen RoRo-Güter über die Rostocker Kaikanten, so waren es im vergangenen Jahr 10,2 Millionen Tonnen (- 25 Prozent) und 1,5 Millionen Tonnen (- 34 Prozent).

Die Zahl der auf den Fähr- und RoRo-Verbindungen von und nach Nordeuropa beförderten LKW sank von 419.748 im Jahr 2008 auf 302.905 im vergangenen Jahr. Die Anzahl umgeschlagener Trailer ging ebenfalls zurück; von 109.744 auf 85.434. Einbußen gab es auch bei den beförderten Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg. Die Zahl sank von 17.178 Waggons im Jahr 2008 auf 7.686 im vergangenen Jahr.

Über den Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr wurden 63.442 Ladeeinheiten mit einer Tonnage von 1,3 Millionen umgeschlagen. Damit wurden 8 Prozent weniger Einheiten umgeschlagen als noch im Jahr zuvor. Wöchentlich verkehren 25 Kombiverkehrszüge zwischen Rostock-Seehafen und Verona (12), Duisburg/Hamburg (6), Basel (5) und Wels (2).

Im vergangenen Jahr gingen 337.500 Tonnen Papier im Seehafen Rostock über die Kaikanten, im Jahr 2008 waren es 470.000 Tonnen. Die Rostocker Niederlassung von UPM Kymmene erreichte ein Jahresergebnis von 328.900 Tonnen und das Rostocker Logistikunternehmen Baltic Lloyd von 8.600 Tonnen. UPM Kymmene Rostock importiert Papier aus Finnland und exportiert Teilmengen in die USA und nach England. Baltic Lloyd wickelt in Rostock die Papierimporte aus Schweden von Stora Enso ab. Eine Seite Zurück

Investitionen der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock
Trotz der schlechten Umschlagentwicklung hielt die Hafen-Entwicklungs-gesellschaft an ihren Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen fest und investierte im vergangenen Jahr 24,5 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur. Der Neubau der Liegeplätze 35 und 36 wurde 2009 abgeschlossen: 13 Millionen Euro wurden seit 2007 verbaut. In Angriff genommen wurden im vergangenen Jahr Bauarbeiten an den Liegeplätzen 37 und 25 sowie die Erschließung weiterer Flächen auf dem Hafenterritorium. So wurde 2009 mit einem Investitionsvolumen von 1,6 Millionen Euro eine Fläche von etwa 5 Hektar im südlichen Hafenareal für die Ansiedlung von Gewerbe komplett erschlossen. Der Bau eines Umspannwerkes auf dem Seehafenterritorium wurde ebenfalls beendet, womit die Voraussetzung für die direkte Anbindung an das Hochspannungsnetz im Jahr 2010 geschaffen wurde. Größere Bauprojekte des Jahres 2009 waren zudem: Neubau der Leitzentrale für die Beschickung des Kohlekraftwerkes für rund 2 Millionen Euro, Abbruch der Fingerpier in Warnemünde für etwa 1 Millionen Euro sowie Anpassungsarbeiten am Anleger von Liegeplatz 53 für einen neuen Fährdienst für ebenfalls rund 1 Millionen Euro. Für laufende Reparaturarbeiten von Straßen, Medien, Gleisen, Flächen, Gebäuden und Liegeplätzen wendete die Hafen-Entwicklungsgesellschaft allein 2,6 Millionen Euro auf.

2010 plant die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro. Davon sind allein 20 Millionen Euro für die nördliche Erweiterung von Pier III veranschlagt. Ab März beginnen die Bauarbeiten für diese neue Hafenfläche von 12 Hektar mit dem Setzen von Spundwänden und anschließender Geländeauffüllung. Die Bauarbeiten sollen bis 2012 abgeschlossen sein. Weitere große Bauprojekte in diesem Jahr sind: Sanierung von Liegeplatz 5 und des Bedienstegs an den Liegeplätzen 3 und 4 im Ölhafen für rund 2 Millionen Euro, Fertigstellung des 200 Meter langen Schwerlastliegeplatzes 25 für etwa 5 Millionen Euro, Bau und Fertigstellung der östlichen Straßenanbindung zum Gewerbegebiet im Hafenvorgelände für rund 2,5 Millionen Euro und Baustart für die Grauwasserentsorgung von Kreuzfahrtschiffen in Warnemünde im Herbst. Bis zur Saison 2011 werden etwa 1,7 Millionen Euro für die landseitige Aufnahme von Schiffsabwässern an den Kreuzfahrt-Liegeplätzen investiert. Zudem werden Planungen in Angriff genommen für den Bau neuer Fähranleger an den Liegeplätzen 65 und 67 sowie für eine Autobahnanbindung des östlichen Hafenteils. Eine Seite Zurück

Volksfest zum 50. Geburtstag des Überseehafens
Am Sonnabend, den 24. April 2010 veranstaltet die Hafen-Entwicklungsgesellschaft ein Volksfest zum 50. Geburtstag des Überseehafens. Von 10:00 bis 17:00 Uhr wird es am Hafenbecken "B" ein Bühnenprogramm und eine große Partymeile für Rostocker und ihre Gäste geben.
Der Überseehafen Rostock wurde am 30. April 1960 offiziell eröffnet. Eine Seite Zurück

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